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Einen
Überblick über die Entwicklung und die Arbeit der größten
diakonischen Einrichtung Europas gibt die Wanderausstellung
„Gemeinschaft verwirklichen“ der v. Bodelschwinghschen
Anstalten Bethel.
Der
Eröffnungsgottesdienst findet statt am Sonntag, 17. Mai
2009, um 10.00 Uhr mit Superintendent Thomas Henning und dem
Vorstandsvorsitzenden Bethels Pastor Ulrich Pohl in der St.
Blasius Kirche Münden.
Die
v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel setzen sich für
behinderte, kranke, alte und sozial benachteiligte Menschen
ein. Bethel ist mit seiner 140-jährigen Geschichte geprägt
durch die Ideen der Pastoren Friedrich und Fritz von
Bodelschwingh. Sie wollten Menschen Hilfe geben, die
woanders auf verschlossene Türen stießen. Aus dieser Idee
heraus sind in Bielefeld und Eckardtsheim, im niedersächsischen
Freistatt, im westfälischen Homborn und in Lobetal bei
Berlin „Ortschaften der Hilfe“ mit Wohn-, Arbeits- und
Betreuungsangeboten entstanden.
Leben
und Arbeiten in Bethel basieren auf dem Grundsatz, dass
jeder Mensch seine von Gott gegebene Würde hat. Das heutige
Selbstverständnis Bethels kommt in der Vision
„Gemeinschaft verwirklichen“ zum Ausdruck: Alle Menschen
in ihrer Verschiedenheit leben selbstverständlich zusammen,
lernen und arbeiten gemeinsam.
Zu
den v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel gehören Kliniken
und Heime, Schulen und Kindergärten, Wohngruppen, Betriebe,
Werkstätten und Werktherapien sowie Ausbildungsstätten.
Die diakonische Arbeit steht heute vermehrt im Zeichen einer
Ergänzung stationärer durch ambulante Hilfeangebote. Viele
kleine Einrichtungen entstehen in Nachbarschaften im Raum
Dortmund, in Düsseldorf sowie in Ostwestfalen. Inzwischen
gibt es Einrichtungen und ambulante Dienste in sechs Bundesländern.
Jährlich werden in den einzelnen Einrichtungen,
Beratungsstellen und Krankenhäusern der v. Bodelschwinghschen
Anstalten Bethel mehr als 100.000 Menschen behandelt,
betreut oder beraten.
Die
Wanderausstellung veranschaulicht mit Bildern, Grafiken und
Texten neben der Geschichte Bethels und dem Wirken Friedrich
von Bodelschwinghs die aktuelle diakonische Arbeit Bethels.
Unter anderem werden die Arbeitsbereiche Behindertenhilfe,
Hospizarbeit, Jugendhilfe, Altenhilfe, Kliniken und
Psychiatrie vorgestellt. Kurz und verständlich wird auch
erklärt, was Epilepsien sind, wie sie behandelt werden können
und welche Hilfe das Epilepsie-Zentrum Bethel Menschen mit
einem Anfallsleiden geben kann. Die einzelnen Themenkomplexe
werden auf Informationsinseln mit jeweils sieben bis neun
Stellwänden präsentiert.
Einige
Informationsinseln sind mit modernen sensorischen und
interaktiven Präsentationselementen ausgestattet. Sie geben
den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, eigene
Erfahrungen im Leben mit körperlichen Einschränkungen zu
sammeln.
Im
interaktiven Ausstellungsteil „Tüfteln, Tasten und
Wackeln“ können sich die Besucher auf neue Perspektiven
einlassen und auf spielerische Art und Weise erkunden,
welche Probleme mit einer Behinderung verbunden sind.
Am
Beispiel von Sylvia Schön und Kai Roprecht, die seit drei
Jahren ein Paar sind, erhalten die Besucher einen lebendigen
Eindruck vom Leben von Menschen mit Behinderung. Die beiden
berichten, wie sie sich in Bethel kennen gelernt haben und
wie sie gemeinsam ihren Alltag bewältigen.
An
freistehenden Multimedia-Säulen können sich die Besucher
individuell und ausführlich über aktuelle Themen
informieren. Für Rollstuhlfahrer gibt es einen
Multimedia-Bildschirm auf Augenhöhe. Die Ausstellung und
das Begleitheft sind deutsch- und englischsprachig.
„Gemeinschaft
verwirklichen“ wird von Sonntag, 17. Mai 2009, bis
Sonntag, 21. Juni 2009, in der St. Blasius Kirche Münden,
Kirchplatz, 34346 Hann. Münden zu sehen sein.
Die
Öffnungszeiten sind täglich von 11.00 bis 16.00 Uhr.
Anmeldungen für Gruppen im Gemeindebüro, Tel. 05541-95 65
32, Di., Mi., Fr. von 10.00 bis 12.00 Uhr und Do. 17.00 bis
19.00 Uhr.
Informationen
zur Ausstellung „Gemeinschaft verwirklichen“ gibt Öffentlichkeitsreferent
Lars Kozian vom 17. Mai bis 19. Mai.
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