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Unsere
Kirche |
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Kirche
Escherode
Themenauswahl
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Kirche
Escherode
Kirchengeschichte |
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Zur
ev.-luth Mutterkirche Escherode/Dahlheim gehört
die Tochtergemeinde St. Anna Nieste (Hessen) und
die Kapellengemeinde St. Elisabeth Nienhagen. In
den Jahren von 1853 - 1874 war Nieste schon
selbständige Kirchengemeinde mit eigenen
Pastoren.
1853
- 1856 Pastor Westphal
1857
- 1858 Pastor Bernhard
1859
- 1874 Pastor Seibert,
danach
waren die Pastoren aus Escherode wieder für
Nieste zuständig.
Escherode
war ursprünglich mit Uschlag verbunden und wurde
erst 1828 selbständige Pfarre.
Der
Kirchbau wird 1425 erstmals im Decanat Ditmelle
(Kassel Ditmold) erwähnt, der Massivbau des
Kirchengebäudes dürfte lauf Angaben 1684 erfolgt
sein. Sehr wahrscheinlich ist auch in diesem
Zusammenhang der Fachwerkaufbau des Turmes
realisiert worden, es fehlen jedoch die
notwendigen Quellenangaben aus dieser und
nachfolgender Zeit. Erst ab 1720 kann man anhand
von Unterlagen über das Kirchengebäude und den
Turm berichten.
Die
Kirche bestand aus einem rechteckigen
Langhaus mit später angesetzten fast
quadratischen Strebpfeilern aus behauenem
Sandstein und einem wesentlich älteren Turm an
der Ostseite. Das Obergeschoss des Turmes besteht
aus Fachwerk und wurde nach Süden und Westen hin
wegen der Witterungseinflüsse mit Schieferbehang
versehen. Ebenso verkleidet wurden der
quadratische Glockenhelm und die Laterne als
krönender Abschluss.
Der
aus behauenen Sandsteinquadern aufgebaute Turm
stammt offenbar als alter Zeit (900-1000) und
diente wahrscheinlich früher als Wehrturm und
Zufluchtsstätte der wenigen Dorfbewohner. An der
Südseite kann man heute noch den damaligen
Eingang - später zugemauert- erkennen. Später
wurde auch das Kirchenschiff angebaut, welches
einen wesentlich kleineren Vorgänger gehabt haben
dürfte, sicherlich eine Kapelle mit saalartigem
Schiff, deren Erbauungsjahr auch unbekannt ist.
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Themenauswahl
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Kirche
Escherode
Kircheninnere
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In der nördlichen Gewölbekappe befinden sich
Spuren gotischer Fresken Dazu gehören eine
Heiligenfigur (Bild rechts), welche auf die Zeit zwischen 1400
und 1450 datiert wird. Weiterhin befinden sich in
der inneren Fensterlaibung des gotischen Fensters
in der Ostwand des Turmes hinter dem Altar,
Rankenmotive (Bild re. unten). Auch im Langhaus an den Sohlbänken
und den Gewänden sind Reste ornamentaler Fresken
(Bild unten) zu sehen.
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Themenauswahl
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Kirche
Escherode
Altar |
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Interessant
ist auch das barocke Altarretable (Aufsatz),
welches mit reichem Schnitzwerk versehen von einem
Meister Böhrmann uas Hann. Münden 1686
angefertigt und von Meister Sarrazin zur Blume bei
Hann. Münden 1694 ausgemalt wurde. Das
Altarretable wurde 1970 restauriert. An der
inneren Turmwand hinter dem Altar steht, diese
Kirche ist erneuert in 1720 und 1970.
Sarrazin
hat Szenen aus dem Leben Jesu darbestellt,
untermalt mit Sprüchen aus der Bibel und vom
Kirchenvater St. Augustin.
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Kirche
Escherode
Abendmahlskelche
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Die
beiden Abendmahlskelche sind von 1706 und 1730.
Heute werden beim Abendmahl meistens Einzelkelche
benutzt.
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Kirche
Escherode
Die
Glocken |
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Das
Geläut der Kirche besteht aus zwei schönen
Kirchenglocken.
In
der älteren und größeren Glocke ist folgender
Text eingegossen:
Am
Glockenhals: OTFRIEDT KOHLER IN CASSEL GOS MICH IN
ESCHERODE GEHERE ICH. ANNA 1636
Am
Wolm sind der Pastor und Dorfbewohner aufgeführt.
Inschrift
der kleinnen Glocke:
Am
Glockenhals: J.D. Hagedom als Prediger, J.
Bartels als Prediger GCC Henschel aus Cassel
Fecitt 1794
G.
Lambsbach J.H. Lambsbach Vorstehere zu Escherode.
Am
Wolm: J. Schaefer, J.J. Weinmeister Vorstehere der
Gemeind Dahlheim
J.
Schueller als Greve
Die
große Glocke erklingt in c"-2, die kleine in
cis"-7.
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Kirche
Escherode Der
Turm |
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Der
untere Teil, der heute noch den Charakter eines
ehemaligen Wehrturms aufweist, trägt einen
zweigeschossigen Fachwerkaufbau, der die
hessisch-fränkische Bauweise zum Ausdruck bringt.
Ds schiefergedeckte Dach hat die unverkennbare
Form einer Glocke mit Helmschmuck. Am 24sten
October 1889 wurde, nach vorangegangenen
Reparaturarbeiten am Bach, der Turm mit einem
neuen Helmschmuck versehen, mit vergoldetem Knopf,
Wetterhahn und Kreuz. Die Herstellung dieses
Helmschmucks ist die Arbeit des Herrn Otto Tribian
zu Münden (Vergoldung) und des Schlossermeisters
Heinrich Döring ebendaselbst. Im Jahre 1980
mußte eine neue Befestigung für den Helmschmuck
eingebaut werden.
Der
im Kessel der Kugel sich befindende schriftliche
Inhalt vom 24sten October 1889, aufgezeichnet von
Pastor Wilhelm Grotefend, Dr., wurde kopiert und
folgendes hinzugelegt:
"Am
4. November 1980 wurde die Kugel, Wetterfahne
(Hahn) und Kreuz auf dem Turm der Kirche zu
Staufenberg-Escherode renoviert. Wir öffneten die
Kugel und legten diese Gegenstände ein: ein Bild
von der Kirche, eine Zeitung und einige
Münzen." (Es folgen die Namen von Diakonin,
Kirchenvorstehern, Küsterin und Organist,
Superintendent, Ortsbürgermeister und
Handwerkern.
"Jesus
Christus gestern und heute und derselbe auch in
Ewigkeit." - Stfb. Escherode, 4.11.1980, H.H.
Achilles, Pastor.
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Themenauswahl
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Kirche
Escherode Die
Turmuhr |
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Die
Turmuhr ist ein weiteres Schmuckstück unserer
Kirche, deren in römischen Zahlen ausgelegtes,
vergoldetes Zifferblatt schon von weitem zu
erkennen ist. Die Uhr wurde in 1932 von der Firma
Weule aus Bockenem a. Harz zum Preise von 800 Mark
geliefert.
Am
18.12. 1932 fand die Einweihung der neuen Turmuhr
im Gotteshause statt (abends 7 1/2 Uhr). Der
Chronist schreibt weiter: Nach einem
Gemeindegesang und Schriftworten des Pastors
Lücke trugen Schulkinder alte Wächtersprüche
vor, die wieder mit passenden Schriftworten
wechselten. Währenddessen schlug die Uhr an den
betreffenden Stellen di entsprechenden Schläge
vor. Im Mittelpunkt der Feier stand das
Mitternachtslied, dessen einzelne Zeilen zu den
Schlägen deklamiert wurden. Den zweiten Teil
füllte eine Ansprache des Geistlichen aus, inder
dieser die Bedeutung einer Uhr im Leben eines
Christen darlegte.
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Themenauswahl
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Kirche
Escherode Die
PastorenIn |
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Ab
1829 hat Escherode einen eigenen Pastor. Davor kam
der Pastor aus Uschlag und betreute die hiesige
Gemeinde.
1829
- 1852 Christian Ludwig Meyer
1852
- 1878 Heinrich August Julius Weiß
1879
- 1895 Dr. Friedrich Wilhelm Grotefendt
1896
- 1928 Heinrich Friedrich Wilhelm Reinecke
1929
- 1931 Hohann Ernst Friedrich Lindemann
1932
- 1944 Otto Ernst Heinrich Lücke
1945
- 1951 Joachim Flick
1952
-1960 Odo Heinrich
1961
- 1967 Kurt Nagel
1967
- 1969 Helmut Mönnich
1969
- 1990 Hans-Herrmann Achilles
1991
- 1996 Uwe Jens Sommer
1996
- 1998 Beate Gärtner
1998
-
Ekhard Brandes
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Kirche
Escherode Die
Orgel |
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Der
Orgelbaumeister Johann-Wilhelm Schmerbach der
Ältere baute 1777 laut Contrct vom 24.11.1775 in
der Escheröder Kirche eine Orgel. Der Preis
betrug laut Vertrag "Dreihundertfünfzehn
Thaler in Hessen - Courant Münze." Um die
Orgel 1777 aufstellen zu können, hat man eine
zweite Empore eingebaut, die in der Mitte auf
einem hohen Gabelständer ruht. Das vordere Stück
der unteren Empore auf der Südseite wurde damals
abgebaut, um mehr Licht in die Kirche zu bringen.
Das Material wurde für die Orgelempore
mitverwendet. Dies konnte man beider Sanierung der
Orgelemporenbrüstung feststellen.
Vom
28.12.1993 - 31.12.1993 haben die Kirchenvorsteher
von Escherode die Orgel abgebaut. Die
Barockprospektfront wurde zur Wiederwerwendung
eingelagert. Am 11. August 1999 erhielt die
Orgelbaufirma W. Bosch in Niestetal-Sandershausen
den Auftrag, die neue Orgel zu bauen. Der
Registeraufbau des neuen Orgelwerkes wird der
Disposition des Orgelbauers Wilhelm Schmerbach von
1777 nachgebaut.
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