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Ev.-luth. Dreieinigkeits-Kirchengemeinde

Escherode-Nieste in Staufenberg

Hilgenschläde 4

34355 Staufenberg

  

              

Pastorin

Gundula Albroscheit

  

fon: 055 43 99 97 47

fax: 055 43 96 1918

eMail: Kg.Escherode@evlka.de

  

Sprechzeiten

Mo. 10.00 - 12.00 Uhr

               

 

Pfarrbüro

Frau Wiemer

fon: 055 43 99 97 47

fax: 055 43 96 1918

 

eMail: Kg.Escherode@evlka.de

Bürozeiten

Mo. 10.00 - 12.00 Uhr

Do. 16.00 - 19.00 Uhr

             

               

   
   

 

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Escherode

Escherode liegt am Südwesthang des Kaufunger Waldes. Seine erste historische Erwähnung verdankt Escherode einer Urkunde Kaiser Karls des Großen von 812. Die nächste Erwähnung findet sich bereits unter dem vollen Namen in seiner heutigen Form im Lehnbuch des Herzogs Otto von Braunschweig vom Jahre 1318.

            

1829 wurde Escherode selbständige Kirchengemeinde.

  

Kirche Escherode

 

 


 

Nieste, das Dorf an der Grenze

Im 13. Jahrhundert  haben wir die früheste, bisher bekannte Nennung des Namens Nieste. Die Fürstentümer Hessen und Braunschweig stießen hier zusammen. Es gab sehr lange keine klare Grenze zwischen ihnen, sondern ein Grenzgebiet in dem Nieste lag. In einem Grenzvertrag vom 10. Januar 1536 wurde u.a. vereinbart, dass die Bewohner des Dorfes Nieste ihre Steuern an beide zu zahlen hatten. Das Dorf Nieste war also gemeinsamer Besitz, außer dem Bauern Heinrich Heine, gen. der Hessenmann. Die Zehnten gingen je zur Hälfte an das Rentamt Kassel und an das Rentamt Münden. Das jährlich in Nieste tagende „Gesamtgericht“ setzte sich je zur Hälße aus Hessischen und Braunschweigischen Richtern zusammen. Die Entscheidungen waren oft schwierig, weil jeder Richter sich bemühte, nach den in seinem Fürstentum geltenden Landesgesetzen vorzugehen.
Besonders wichtig war in diesem Staatsvertrag von 1536, dass Nieste keine Soldaten zu stellen brauchte. Nieste war „Freidorf“, hier gab es kein Militärpflicht von 1536-1831.

           
Erst durch einen Staatsvertrag zwischen dem Kurfürstentum Hessen und dem Königreich Hannover vom 23. Dezember 1831 ging Nieste im Austausch gegen die bisher Hessische Enklave Laubach ganz in Hessische Hoheit über. Schon in den nächsten Jahren holte sich der Kurfürst aus seinem nunmehr hessischen Dorf seine Soldaten. Alle Steuern gingen seit dem an das Kasseler Rentamt.

         
Nur die Kirche wird vom Pfarrer des benachbarten niedersächsischen Dorfes Escherode versorgt. Ein Jahr nach Abschluss des Grenzvertrages, wonach Nieste hessisch geworden war, sei ein Rückgang des Handels schon zu verzeichnen gewesen und der geringe Ackerbau des kleinen Walddörfchens konnte keinen Ersatz bieten. Der Anschluss Kurhessens an den Preußischen Zollverband habe die sonst so lebhafte Passage durch Nieste fast gänzlich abgeschnitten. 

           

Aus dem gemeinsamen Besitz der Kirche wurde eine Angliederung der ganzen Kirchengemeinde an die hannoversche Pfarrei Escherode, die 1829 wieder gegründet worden war. Vorher hatten beide Kirchen zu Uschlag gehört. Durch den Grenzvertrag von 1831 wurde aus dem Kondominat Nieste ein hessisches Dorf.
Der Kurfürst von Hessen-Kassel beließ zunächst die christlichen Untertanen von Nieste bei der Pfarrei Escherode und damit bei der hannoverschen Landeskirche.

           
Nach dem Revolutionsjahr 1848 schloss sich der Kurfürst den süddeutschen Fürsten an und wandte sich ab von dem Königreich Hannover. Jetzt schien es unerträglich, dass die evangelischen Untertanen von Nieste zur hannoverschen Kirche nach Escherode eingepfarrt wurden. Also versetzte man 1852 einen Vikar aus Hessen zur Verwaltung der evangelischen Kirchengemeinde nach Nieste. 1866 kam Kurhessen ebenso wie das Königreich Hannover an Preußen. Das hessische Prestigepfarramt Nieste hatte seinen Sinn verloren.

         
Durch Umpfarrungsdekret vom 22.07./ 07.08.1873 wurde die selbständige Pfarrei Nieste aufgehoben. Die Kirche kam wieder als Filiale zu Escherode und ist noch heute mit dieser Pfarrei verbunden. 

Kirche Nieste


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Kirche Escherode

 

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Kirche Escherode
   
 

Kirchengeschichte

   

Zur ev.-luth Mutterkirche Escherode/Dahlheim gehört die 

Tochtergemeinde St. Anna Nieste (Hessen) und die Kapellengemeinde St. Elisabeth Nienhagen. In den Jahren von 1853 - 1874 war Nieste schon selbständige Kirchengemeinde mit eigenen Pastoren.

1853 - 1856 Pastor Westphal

1857 - 1858 Pastor Bernhard

1859 - 1874 Pastor Seibert,

danach waren die Pastoren aus Escherode wieder für Nieste zuständig.

 

Escherode war ursprünglich mit Uschlag verbunden und wurde erst 1828 selbständige Pfarre.

         

Der Kirchbau wird 1425 erstmals im Decanat Ditmelle (Kassel Ditmold) erwähnt, der Massivbau des Kirchengebäudes dürfte lauf Angaben 1684 erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich ist auch in diesem Zusammenhang der Fachwerkaufbau des Turmes realisiert worden, es fehlen jedoch die notwendigen Quellenangaben aus dieser und nachfolgender Zeit. Erst ab 1720 kann man anhand von Unterlagen über das Kirchengebäude und den Turm berichten.

         

Die Kirche bestand aus einem rechteckigen Langhaus mit später angesetzten fast quadratischen Strebpfeilern aus behauenem Sandstein und einem wesentlich älteren Turm an der Ostseite. Das Obergeschoss des Turmes besteht aus Fachwerk und wurde nach Süden und Westen hin wegen der Witterungseinflüsse mit Schieferbehang versehen. Ebenso verkleidet wurden der quadratische Glockenhelm und die Laterne als krönender Abschluss.

        

Der aus behauenen Sandsteinquadern aufgebaute Turm stammt offenbar als alter Zeit (900-1000) und diente wahrscheinlich früher als Wehrturm und Zufluchtsstätte der wenigen Dorfbewohner. An der Südseite kann man heute noch den damaligen Eingang - später zugemauert- erkennen. Später wurde auch das Kirchenschiff angebaut, welches einen wesentlich kleineren Vorgänger gehabt haben dürfte, sicherlich eine Kapelle mit saalartigem Schiff, deren Erbauungsjahr auch unbekannt ist.

   


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Kircheninnere

  

In der nördlichen Gewölbekappe befinden sich Spuren gotischer Fresken Dazu gehören eine Heiligenfigur (Bild rechts), welche auf die Zeit zwischen 1400 und 1450 datiert wird. Weiterhin befinden sich in der inneren Fensterlaibung des gotischen Fensters in der Ostwand des Turmes hinter dem Altar, Rankenmotive (Bild re. unten). Auch im Langhaus an den Sohlbänken und den Gewänden sind Reste ornamentaler Fresken (Bild unten) zu sehen.

              

 

Fresken der Kirche Escherode
   
Fresken der Kirche Escherode Fresken der Kirche Escherode
   

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Altar

  

Interessant ist auch das barocke Altarretable (Aufsatz), welches mit reichem Schnitzwerk versehen von einem Meister Böhrmann uas Hann. Münden 1686 angefertigt und von Meister Sarrazin zur Blume bei Hann. Münden 1694 ausgemalt wurde. Das Altarretable wurde 1970 restauriert. An der inneren Turmwand hinter dem Altar steht, diese Kirche ist erneuert in 1720 und 1970.

         

Sarrazin hat Szenen aus dem Leben Jesu darbestellt, untermalt mit Sprüchen aus der Bibel und vom Kirchenvater St. Augustin.

   

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Abendmahlskelche

   

Die beiden Abendmahlskelche sind von 1706 und 1730. Heute werden beim Abendmahl meistens Einzelkelche benutzt.

            

 


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Die Glocken

 

Das Geläut der Kirche besteht aus zwei schönen Kirchenglocken. 

     

In der älteren und größeren Glocke ist folgender Text eingegossen:

Am Glockenhals: OTFRIEDT KOHLER IN CASSEL GOS MICH IN ESCHERODE GEHERE ICH. ANNA 1636

Am Wolm sind der Pastor und Dorfbewohner aufgeführt.

 

Inschrift der kleinnen Glocke:

Am Glockenhals: J.D. Hagedom als Prediger, J. Bartels als Prediger GCC Henschel aus Cassel Fecitt 1794

G. Lambsbach J.H. Lambsbach Vorstehere zu Escherode.

Am Wolm: J. Schaefer, J.J. Weinmeister Vorstehere der Gemeind Dahlheim

J. Schueller als Greve

 

Die große Glocke erklingt in c"-2, die kleine in cis"-7.

            

 


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Der Turm

  

Der untere Teil, der heute noch den Charakter eines ehemaligen Wehrturms aufweist, trägt einen zweigeschossigen Fachwerkaufbau, der die hessisch-fränkische Bauweise zum Ausdruck bringt. Ds schiefergedeckte Dach hat die unverkennbare Form einer Glocke mit Helmschmuck. Am 24sten October 1889 wurde, nach vorangegangenen Reparaturarbeiten am Bach, der Turm mit einem neuen Helmschmuck versehen, mit vergoldetem Knopf, Wetterhahn und Kreuz. Die Herstellung dieses Helmschmucks ist die Arbeit des Herrn Otto Tribian zu Münden (Vergoldung) und des Schlossermeisters Heinrich Döring ebendaselbst. Im Jahre 1980 mußte eine neue Befestigung für den Helmschmuck eingebaut werden.

               

Der im Kessel der Kugel sich befindende schriftliche Inhalt vom 24sten October 1889, aufgezeichnet von Pastor Wilhelm Grotefend, Dr., wurde kopiert und folgendes hinzugelegt:

"Am 4. November 1980 wurde die Kugel, Wetterfahne (Hahn) und Kreuz auf dem Turm der Kirche zu Staufenberg-Escherode renoviert. Wir öffneten die Kugel und legten diese Gegenstände ein: ein Bild von der Kirche, eine Zeitung und einige Münzen." (Es folgen die Namen von Diakonin, Kirchenvorstehern, Küsterin und Organist, Superintendent, Ortsbürgermeister und Handwerkern.

"Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit." - Stfb. Escherode, 4.11.1980, H.H. Achilles, Pastor.

           

 

 


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Die Turmuhr

 

Die Turmuhr ist ein weiteres Schmuckstück unserer Kirche, deren in römischen Zahlen ausgelegtes, vergoldetes Zifferblatt schon von weitem zu erkennen ist. Die Uhr wurde in 1932 von der Firma Weule aus Bockenem a. Harz zum Preise von 800 Mark geliefert.

 

Am 18.12. 1932 fand die Einweihung der neuen Turmuhr im Gotteshause statt (abends 7 1/2 Uhr). Der Chronist schreibt weiter: Nach einem Gemeindegesang und Schriftworten des Pastors Lücke trugen Schulkinder alte Wächtersprüche vor, die wieder mit passenden Schriftworten wechselten. Währenddessen schlug die Uhr an den betreffenden Stellen di entsprechenden Schläge vor. Im Mittelpunkt der Feier stand das Mitternachtslied, dessen einzelne Zeilen zu den Schlägen deklamiert wurden. Den zweiten Teil füllte eine Ansprache des Geistlichen aus, inder dieser die Bedeutung einer Uhr im Leben eines Christen darlegte.

           

 

 


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Die PastorenIn

   

Ab 1829 hat Escherode einen eigenen Pastor. Davor kam der Pastor aus Uschlag und betreute die hiesige Gemeinde.

 

1829 - 1852 Christian Ludwig Meyer

1852 - 1878 Heinrich August Julius Weiß

1879 - 1895 Dr. Friedrich Wilhelm Grotefendt

1896 - 1928 Heinrich Friedrich Wilhelm Reinecke

1929 - 1931 Hohann Ernst Friedrich Lindemann

1932 - 1944 Otto Ernst Heinrich Lücke

1945 - 1951 Joachim Flick

1952  -1960 Odo Heinrich

1961 - 1967 Kurt Nagel

1967 - 1969 Helmut Mönnich

1969 - 1990 Hans-Herrmann Achilles

1991 - 1996 Uwe Jens Sommer

1996 - 1998 Beate Gärtner

1998 -          Ekhard Brandes

             

 


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Die Orgel

  

Der Orgelbaumeister Johann-Wilhelm Schmerbach der Ältere baute 1777 laut Contrct vom 24.11.1775 in der Escheröder Kirche eine Orgel. Der Preis betrug laut Vertrag "Dreihundertfünfzehn Thaler in Hessen - Courant Münze." Um die Orgel 1777 aufstellen zu können, hat man eine zweite Empore eingebaut, die in der Mitte auf einem hohen Gabelständer ruht. Das vordere Stück der unteren Empore auf der Südseite wurde damals abgebaut, um mehr Licht in die Kirche zu bringen. Das Material wurde für die Orgelempore mitverwendet. Dies konnte man beider Sanierung der Orgelemporenbrüstung feststellen.

   

Vom 28.12.1993 - 31.12.1993 haben die Kirchenvorsteher von Escherode die Orgel abgebaut. Die Barockprospektfront wurde zur Wiederwerwendung eingelagert. Am 11. August 1999 erhielt die Orgelbaufirma W. Bosch in Niestetal-Sandershausen den Auftrag, die neue Orgel zu bauen. Der Registeraufbau des neuen Orgelwerkes wird der Disposition des Orgelbauers Wilhelm Schmerbach von 1777 nachgebaut. 

             

 


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  Links

Kirchen des Obergerichts: www.obergericht.de


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