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Ihren
Namen hat die Kirche vom heiligen Blasius, zu
dessen Ehren sie einst erbaut wurde. Er war im
ausgehenden dritten und frühen vierten
Jahrhundert Bischof der Stadt Sebaste im heutigen
Armenien, wo er zwischen 308 und 324 den Märtyrertod
starb. In der katholischen Kirche wird er als
einer der vierzehn Nothelfer verehrt und bei
Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten um Hilfe
angerufen. Sein Namenstag ist der 3. Februar.
Die
Blasiuskirche ist von Mai bis September täglich
von 11.00 bis 16.00 Uhr geöffnet und kann außerhalb
der Gottesdienstzeiten besichtigt werden.
Seit
dem Jahr 1584 steht die Kirche in ihrer heutigen
Gestalt neben dem Rathaus. Sie ist das
Gemeinschaftswerk der Mündener Bürgerschaft,
entstanden ab 1260 in drei Bauabschnitten von Ost
nach West, unter dem Einsatz herausragender
Familien. Sie ist Zeugnis des Wohlstandes der
einstigen Hansestadt. Zwischen 1260 und 1280 baute
man zunächst den Chor und das davor befindliche
Joch, d.h. ein Kreuzrippengewölbe. Nach
einer Unterbrechung aus unbekannter Ursache wurden
1487 die Arbeiten wieder aufgenommen. Am 25. Mai
1519 konnte das komplette Kirchenschiff eingeweiht
werden. Erst 65 Jahre später, 1584 wurde der Bau
des - ursprünglich noch viel höher geplanten -
achteckigen Kirchturmes mit der glockenförmigen
Haube abgeschlossen. Von einer Wohnung im
Kirchturm über der Glockenstube aus wachten von
1584 bis 1929 die Türmer über die Sicherheit der
Stadt und ihrer Bürger.
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